Hilfe für Spaltkinder in Burundi

44 Spaltoperationen in nur sieben Tagen – das ist das beeindruckende Ergebnis unseres Operationseinsatzes in Burundi. Vom 30. Januar bis zum 5. Februar waren unsere beiden Chirurgen Dr. Dr. Oliver Blume und Gunther Au-Balbach vor Ort in Bujumbura. Gemeinsam mit dem ugandischen und burundischen Ärzte- und Pflegeteam operierten sie die vielen Patienten im Krankenhaus Centre Médical Hippocrate der Fondation Stamm. Burundi ist eines der ärmsten Länder der Welt. 81% der ca. 8,5 Mio. Einwohner leben laut der Bundeszentrale für politische Bildung in Armut, rund 42% leiden Hunger. Zu diesem Einsatz waren sogar Patienten aus der benachbarten Demokratischen Republik Kongo angereist, um sich von unserem Team behandeln zu lassen. In ihrer Heimat gibt es kaum Versorgungsmöglichkeiten, sodass unsere Ärzte ihre einzige Hoffnung waren und sie dafür den langen und beschwerlichen Weg auf sich nahmen.

In Burundi sind wir in Kooperation mit burundikids e.V. und der Fondation Stamm seit 2015 aktiv. Direkt im ersten Jahr konnten wir 20 Spaltkindern helfen. Unser Plan war es, einmal pro Jahr einen Operationseinsatz in Burundi durchzuführen. Aufgrund der kritischen Sicherheitslage seit der Präsidentschaftswahlen im Juli 2015 war dies in den letzten Jahren zu gefährlich. Nachdem sich die Lage nun etwas entspannt hat, konnten wir unser Ziel weiterverfolgen. Wir freuen uns, dass unser Team aus deutschen, ugandischen und burundischen Ärzten dieses Mal so viele Patienten behandeln konnte!

Burundi ist nur eins von 12 Projektländern, in denen wir helfen. Auch in diesem Jahr wollen wir weltweit wieder 4.000 Operationen realisieren. Dazu brauchen wir Ihre Unterstützung. Vielen Dank!

Dr. Blume und Gunther Au-Balbach mit einer Patientin
Spaltkind wird für die OP vorbereitet