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Ausbau unserer Hilfe in Bolivien

Anfang des Jahres erreichte uns eine Kooperationsanfrage der gemeinnützigen Organisation Fundación para la Salud “Roberto Rosa Ressini” Ayninakuna mit Sitz in Cochabamba. Gegründet wurde sie 2017 unter der Leitung des renommierten Kinderchirurgen Dr. Roberto Edmundo Rosa Ressini. Fundación para la Salud “Roberto Rosa Ressini” Ayninakuna

Dr. Rosa baute über viele Jahre ein Behandlungszentrum für Kinder mit Lippen-Kiefergaumenspalten in der Aranjuez-Klinik in Cochabamba auf. 86 Prozent der Patienten von Ayninakuna sind unter einem Jahr alt. So ist ein früher Behandlungsstart gesichert. Das von Dr. Ressini entwickelte Behandlungsprotokoll sieht die Operation der Lippe im dritten und die Gaumenoperation im elften Lebensmonat vor. Als präoperative Maßnahme wird in Cochabamba NAM (Nasoalvolear Molding) eingesetzt. Über die Durchführung aller relevanten chirurgischen Eingriffe hinaus bietet das Zentrum eine umfassende und langfristig angelegte Betreuung der Kinder und deren Eltern an. Von Anfang an findet eine psychosoziale Betreuung der Familie statt. Die Kinder werden je nach Bedarf kieferorthopädisch und mit Sprachtherapie behandelt. In den letzten 18 Jahren wurden in dem Zentrum mehr als 6.000 Kinder und Jugendliche operiert.

2018, ein Jahr nach Gründung der Stiftung, verstarb Dr. Roberto Edmundo Rosa Ressini. Sein Lebenswerk, das Ayninakuna Behandlungszentrum, wird seither von dem von ihm ausgebildeten Chirurgen Dr. Eligio Rolanda Acienega Llano geleitet. Unterstützt wird er von der Chirurgin Dr. Karina Quiroga Loza und zwei Anästhesisten.

Unsere Zusammenarbeit sieht zunächst die Förderung von 100 Operationen vor, eine Aufstockung des Fördervolumens ist geplant.

Mehr Informationen über unsere Hilfe für Spaltkinder in Bolivien finden Sie hier.

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Dr. Eligio Rolanda Acienega Llano, der leitende Chirurg von Ayninakuna.
Das chirurgische Team von Ayninakuna.
Eine der kleinen Patientinnen auf dem Arm von Chirurgin Dr. Karina Quiroga Loza.
Julieta Villca Guzmán, Direktorin von Ayninakuna vor einem Plakat, das auf das Hilfsprojekt aufmerksam macht.
Im Ayninakuna Behandlungszentrum wird NAM als präoperative Therapie durchgeführt.
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Fünf Gründe für eine Spende
Konkret
Wir widmen uns einem einzigen Thema: Der Behandlung von Kindern mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte. In unseren Projektländern leisten wir direkte medizinische Hilfe für die bedürftigen Familien. Messbar an der Zahl der Operationen.
Umfassend
Soweit es die Strukturen in unseren Projektländern zulassen, finanzieren wir über die Operationen hinaus nötige Folgebehandlungen, wie zum Beispiel Sprachtherapie oder kieferorthopädische Maßnahmen.
Transparent
Jede Behandlung wird von den Ärzten und Ärztinnen vor Ort in unserer Patientendatenbank dokumentiert und von uns kontrolliert. So können wir sicher sein, dass die uns anvertrauten Spenden gezielt und sinnvoll verwendet werden.
Nachhaltig
Mit dem Ziel, in unseren Projektländern selbstständig funktionierende medizinische Strukturen aufzubauen, begleiten wir unsere Projekte langfristig und sind im regelmäßigen Austausch mit unseren einheimischen Partnern.
Zertifiziert
Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) bestätigt uns mit dem DZI Spenden-Siegel bereits seit 2012 den verantwortungsbewussten und seriösen Umgang mit unseren Spendeneinnahmen.
Filme
07.08.2020/
Impressionen aus Bolivien
Die Eltern unserer Spaltkinder sind immer wieder voller Dankbarkeit. Oft wissen sie erst einmal gar nicht, was es mit der Fehlbildung auf sich hat und dass diese behandelt werden kann. Und selbst wenn - die meisten unserer kleinen Patienten stammen aus ärmsten Verhältnissen. Die Eltern könnten sich die Operation niemals leisten. Dass ihre Kinder qualifiziert behandelt werden, und das sogar kostenlos, ist für sie unvorstellbares Glück. Der rührende Film unseres bolivianischen Hilfsprojekts fängt diese besonderen Glücksmomente ein.
17.07.2020/
Film: Impressionen aus Pakistan
Dieser Film, für unsere pakistanische Partnerorganisation, die Al-Mustafa Welfare Society, vom Vater eines Patienten produziert, gibt authentische Einblicke in das Leben in Karatschi, der Hauptstadt der Provinz Sindh. Von dort aus behandelt unser leitender Chirurg Prof. Ashraf Ganatra Spaltkinder aus ärmsten Familien. Er operiert die Kinder in Karatschi im Al Mustafa Medical Center. Um auch die vielen Familien außerhalb der Stadt zu erreichen, führt er regelmäßig Operationseinsätze in lokalen Provinzkrankenhäusern statt.
02.03.2020/
Safari-Chirurgie versus nachhaltige Entwicklungshilfe
Als Baby wurde Dat Opfer eines unkontrollierten Operationseinsatzes. Vermutlich unerfahrene Ärzte durchtrennten bei der Gaumen-OP in Vietnam beide Arterien. Die Folge: Ein "großes" Loch im Gaumen, dass das Leben des Jungen massiv beeinträchtigt. Um Dat zu helfen, wurde er in Deutschland operiert. Ein Einzelfall, der die Ausnahme bleiben muss, und mit dem wir auf die Risiken von Safari-Chirurgie in Gegensatz zu nachhaltiger Entwicklungshilfe aufmerksam machen wollen.