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Hilfe für Spaltkinder in Westbengalen

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Hilfe für Spaltkinder in Westbengalen

Dr. Swarnav Patnaik leitet unser neues Spaltprojekt in Raiganj. Er lebt im Nachbarstaat Odisha. Einmal pro Monat reist er mit seinem Team nach Raiganj, um Spaltkindern zu helfen. Unser Partnerkrankenhaus ist das Mikkymegha Hospital. Zwei Operationstische stehen Dr. Smarnav und seinem Team für die Hilfseinsätze zur Verfügung. Das sind gute Voraussetzungen, um möglichst viele Operationen durchführen zu können. Um die Patienten zu finden, sind ehrenamtliche Mitarbeiter im Einsatz. Die sogenannten „Guides“ haben gute Kontakte in der Region. Über ihr Netzwerk erfahren sie, wenn irgendwo ein Spaltkind entdeckt wird, das noch nicht operiert ist. Die Mehrheit der Patienten spricht nur Bengalisch. Dann helfen die „Guides“ als Übersetzer, denn Dr. Swarnav und sein Team sprechen neben Englisch nur Oriya, die Amtssprache ihres Heimatstaates Odisha.

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Dr. Swarnav leitet das Hilfsprojekt in Raiganj.
Mütter warten mit ihren Kindern auf die Operation.
Großer Andrang beim zweiten Hilfseinsatz in Raiganj.
Spaltkinder warten fröhlich …
… mit ihren Müttern …
… und Vätern.
Dr. Swarnav im Einsatz.
Der Kleine ahnt noch nicht, was ihn erwartet.
Die OP hat er gut überstanden. Bald wird er auch wieder lachen.
58 Spaltkinder konnten im Februar in Raiganj operiert werden.
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Großer Bedarf

In der Region gibt es nur wenige Behandlungsmöglichkeiten für Spaltpatienten. Entsprechend groß ist der Andrang. 85 Patienten hatten sich für unseren zweiten Hilfseinsatz in Raiganj angemeldet. Vom 11. bis zum 14. Februar sind Dr. Swarnav und sein Team im Einsatz. Jeder Operationstag beginnt früh am Morgen und endet spät abends. 58 operierte Kinder sind die erfreuliche Bilanz des viertägigen Einsatzes. Für die meisten Kinder ist es die erste Operation zum Verschluss der Lippenspalte. Normalerweise findet die Lippen-Operation im ersten Lebensjahr statt. Viele der in Raiganj behandelten Kinder sind schon älter und warten schon lange auf Hilfe.

Raiganj ist unser zweiter Standort in Westbengalen. 2018 eröffneten wir ein Spaltzentrum in Kolkata. In Kolkata werden die Kinder über die Chirurgie hinaus mit Sprachtherapie und Kieferorthopädie umfassend betreut. In Kolkata und Raiganj wollen wir 2021 rund 1.500 Operationen realisieren. Neben Varanasi sind unsere beiden Standorte in Westbengalen damit die drei größten unserer insgesamt 26 indischen Hilfsprojekte.

Filme
07.08.2020/
Impressionen aus Bolivien
Die Eltern unserer Spaltkinder sind immer wieder voller Dankbarkeit. Oft wissen sie erst einmal gar nicht, was es mit der Fehlbildung auf sich hat und dass diese behandelt werden kann. Und selbst wenn - die meisten unserer kleinen Patienten stammen aus ärmsten Verhältnissen. Die Eltern könnten sich die Operation niemals leisten. Dass ihre Kinder qualifiziert behandelt werden, und das sogar kostenlos, ist für sie unvorstellbares Glück. Der rührende Film unseres bolivianischen Hilfsprojekts fängt diese besonderen Glücksmomente ein.
17.07.2020/
Film: Impressionen aus Pakistan
Dieser Film, für unsere pakistanische Partnerorganisation, die Al-Mustafa Welfare Society, vom Vater eines Patienten produziert, gibt authentische Einblicke in das Leben in Karatschi, der Hauptstadt der Provinz Sindh. Von dort aus behandelt unser leitender Chirurg Prof. Ashraf Ganatra Spaltkinder aus ärmsten Familien. Er operiert die Kinder in Karatschi im Al Mustafa Medical Center. Um auch die vielen Familien außerhalb der Stadt zu erreichen, führt er regelmäßig Operationseinsätze in lokalen Provinzkrankenhäusern statt.
02.03.2020/
Safari-Chirurgie versus nachhaltige Entwicklungshilfe
Als Baby wurde Dat Opfer eines unkontrollierten Operationseinsatzes. Vermutlich unerfahrene Ärzte durchtrennten bei der Gaumen-OP in Vietnam beide Arterien. Die Folge: Ein "großes" Loch im Gaumen, dass das Leben des Jungen massiv beeinträchtigt. Um Dat zu helfen, wurde er in Deutschland operiert. Ein Einzelfall, der die Ausnahme bleiben muss, und mit dem wir auf die Risiken von Safari-Chirurgie in Gegensatz zu nachhaltiger Entwicklungshilfe aufmerksam machen wollen.