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Lachen helfen e. V. unterstützt Spaltkinder in Afghanistan

Als erfahrener Akteur in Kriegs- und Krisengebieten weltweit ist für Lachen helfen e. V. die Investition in Bildung und medizinische Hilfe die beste Armutsprävention und Vorsorge gegen Fanatismus, Terrorismus und Gewalt. Mit einer Spende über 5.000 Euro unterstützt Lachen helfen e. V. 2021 unsere Hilfe für Spaltkinder in Afghanistan durch die Übernahme eines Operationskontingents.

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Eine Erfolgsgeschichte aus Afghanistan

Wir haben selten gutes Bildmaterial aus Afghanistan. Aus religiösen Gründen und auch aus Angst vor der Taliban lassen sich die Menschen nur ungern fotografieren. Das gilt vor allem für die Afghaninnen. Auch unsere Ärzte agieren lieber zurückhaltend, ohne große Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Der Bericht über unseren kleinen Patienten Abdul bietet ungewöhnlich eindrückliche Einblicke in das Leben der Familie. Abdul lebt mit seinen Eltern und den zwei Geschwistern in einem kleinen Dorf nahe der Grenze zu Tadschikistan. Abduls Vater verkauft Brennmaterial aus Büschen und Laub oder Fische aus dem nahegelegenen Fluss. Das Dorf war schon ein paar Mal überflutet. Bei jeder Flut verlor Abduls Familie sein Zuhause. Ein Esel ist ihr einziges Kapital.

Abdul ist das jüngste der drei Kinder. Er kam mit einer Lippen-Kiefer- und einer Gaumenspalte auf die Welt. Durch Zufall erfahren Abduls Eltern von unserer Hilfe für Spaltkinder. Kurz vor Abduls erstem Geburtstag macht sich die ganze Familie auf den Weg in die Stadt. Die Freude nach der gelungenen Operation ist groß. Abduls Vater ist voller Stolz, als er den Jungen nach dem Eingriff in den Armen hält. Von der Spalte, die das Gesicht seines Sohnes entstellte, ist fast nichts mehr zu sehen.

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Spaltkind Abdul lebt mit seiner Familie auf dem Land.
Spaltkind Abdul mit seinen beiden Geschwistern.
Das Dorf, in dem die Familie lebt, ist von jeglicher medizinscher Versorgung abgeschnitten.
Für Abduls Operation macht sich die Familie auf den Weg nach Kunduz,
Die Freude nach Abduls OP ist groß. Von seiner Spalte ist fast nichts mehr zu sehen.
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Ungewisse Entwicklung in Afghanistan

Die medizinische Versorgung in Afghanistan ist prekär. Viele Krankenhäuser wurden durch die Taliban zerstört, Fachärzte gibt es kaum. Unsere Hilfe stützt sich auf drei Operationsstandorte: Kunduz, Mazar-i-Sharif und Faizabad.

Fast 1.400 Operationen sind die erfreuliche Bilanz. Das Durchschnittsalter der von uns operierten Spaltkinder in Afghanistan ist höher als in anderen Projektländern. Die meisten Kinder müssen viele Jahre auf Hilfe warten. Um den Kindern zu helfen, riskieren die Ärzte mitunter ihr Leben. Anschläge gehören nach wie vor zum Alltag in Afghanistan.

Mit dem Abzug der westlichen Truppen 2021 ist die Entwicklung des Landes am Hindukusch 20 Jahre nach Beginn des Krieges ungewiss. Wir sind dankbar für jedes Kind, dem wir eine Operation ermöglichen können.