Block ID: #section–hero-page-block_607d4e1fe7b45
Block ID: #section–text-block_607d4589e7b44

Lachen helfen e. V. unterstützt Spaltkinder in Afghanistan

Als erfahrener Akteur in Kriegs- und Krisengebieten weltweit ist für Lachen helfen e. V. die Investition in Bildung und medizinische Hilfe die beste Armutsprävention und Vorsorge gegen Fanatismus, Terrorismus und Gewalt. Mit einer Spende über 5.000 Euro unterstützt Lachen helfen e. V. 2021 unsere Hilfe für Spaltkinder in Afghanistan durch die Übernahme eines Operationskontingents.

Block ID: #section–text-block_607d5fe47951a

Eine Erfolgsgeschichte aus Afghanistan

Wir haben selten gutes Bildmaterial aus Afghanistan. Aus religiösen Gründen und auch aus Angst vor der Taliban lassen sich die Menschen nur ungern fotografieren. Das gilt vor allem für die Afghaninnen. Auch unsere Ärzte agieren lieber zurückhaltend, ohne große Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Der Bericht über unseren kleinen Patienten Abdul bietet ungewöhnlich eindrückliche Einblicke in das Leben der Familie. Abdul lebt mit seinen Eltern und den zwei Geschwistern in einem kleinen Dorf nahe der Grenze zu Tadschikistan. Abduls Vater verkauft Brennmaterial aus Büschen und Laub oder Fische aus dem nahegelegenen Fluss. Das Dorf war schon ein paar Mal überflutet. Bei jeder Flut verlor Abduls Familie sein Zuhause. Ein Esel ist ihr einziges Kapital.

Abdul ist das jüngste der drei Kinder. Er kam mit einer Lippen-Kiefer- und einer Gaumenspalte auf die Welt. Durch Zufall erfahren Abduls Eltern von unserer Hilfe für Spaltkinder. Kurz vor Abduls erstem Geburtstag macht sich die ganze Familie auf den Weg in die Stadt. Die Freude nach der gelungenen Operation ist groß. Abduls Vater ist voller Stolz, als er den Jungen nach dem Eingriff in den Armen hält. Von der Spalte, die das Gesicht seines Sohnes entstellte, ist fast nichts mehr zu sehen.

Block ID: #section–slider-images-block_607d5dac79514
Spaltkind Abdul lebt mit seiner Familie auf dem Land.
Spaltkind Abdul mit seinen beiden Geschwistern.
Das Dorf, in dem die Familie lebt, ist von jeglicher medizinscher Versorgung abgeschnitten.
Für Abduls Operation macht sich die Familie auf den Weg nach Kunduz,
Die Freude nach Abduls OP ist groß. Von seiner Spalte ist fast nichts mehr zu sehen.
Block ID: #section–text-block_607d5754e7b46

Ungewisse Entwicklung in Afghanistan

Die medizinische Versorgung in Afghanistan ist prekär. Viele Krankenhäuser wurden durch die Taliban zerstört, Fachärzte gibt es kaum. Unsere Hilfe stützt sich auf drei Operationsstandorte: Kunduz, Mazar-i-Sharif und Faizabad.

Fast 1.400 Operationen sind die erfreuliche Bilanz. Das Durchschnittsalter der von uns operierten Spaltkinder in Afghanistan ist höher als in anderen Projektländern. Die meisten Kinder müssen viele Jahre auf Hilfe warten. Um den Kindern zu helfen, riskieren die Ärzte mitunter ihr Leben. Anschläge gehören nach wie vor zum Alltag in Afghanistan.

Mit dem Abzug der westlichen Truppen 2021 ist die Entwicklung des Landes am Hindukusch 20 Jahre nach Beginn des Krieges ungewiss. Wir sind dankbar für jedes Kind, dem wir eine Operation ermöglichen können.

Filme
07.08.2020/
Impressionen aus Bolivien
Die Eltern unserer Spaltkinder sind immer wieder voller Dankbarkeit. Oft wissen sie erst einmal gar nicht, was es mit der Fehlbildung auf sich hat und dass diese behandelt werden kann. Und selbst wenn - die meisten unserer kleinen Patienten stammen aus ärmsten Verhältnissen. Die Eltern könnten sich die Operation niemals leisten. Dass ihre Kinder qualifiziert behandelt werden, und das sogar kostenlos, ist für sie unvorstellbares Glück. Der rührende Film unseres bolivianischen Hilfsprojekts fängt diese besonderen Glücksmomente ein.
17.07.2020/
Film: Impressionen aus Pakistan
Dieser Film, für unsere pakistanische Partnerorganisation, die Al-Mustafa Welfare Society, vom Vater eines Patienten produziert, gibt authentische Einblicke in das Leben in Karatschi, der Hauptstadt der Provinz Sindh. Von dort aus behandelt unser leitender Chirurg Prof. Ashraf Ganatra Spaltkinder aus ärmsten Familien. Er operiert die Kinder in Karatschi im Al Mustafa Medical Center. Um auch die vielen Familien außerhalb der Stadt zu erreichen, führt er regelmäßig Operationseinsätze in lokalen Provinzkrankenhäusern statt.
02.03.2020/
Safari-Chirurgie versus nachhaltige Entwicklungshilfe
Als Baby wurde Dat Opfer eines unkontrollierten Operationseinsatzes. Vermutlich unerfahrene Ärzte durchtrennten bei der Gaumen-OP in Vietnam beide Arterien. Die Folge: Ein "großes" Loch im Gaumen, dass das Leben des Jungen massiv beeinträchtigt. Um Dat zu helfen, wurde er in Deutschland operiert. Ein Einzelfall, der die Ausnahme bleiben muss, und mit dem wir auf die Risiken von Safari-Chirurgie in Gegensatz zu nachhaltiger Entwicklungshilfe aufmerksam machen wollen.