Block ID: #section–hero-page-block_62b1a002fd87c

Wertvoller Erfahrungsaustausch beim diesjährigen Partnertreffen in Indien

Block ID: #section–text-block_62b1a02afd87d

Nach zweijähriger Pandemiepause konnte letzte Woche endlich wieder unser Partnertreffen in Indien stattfinden. Indien ist unser größter Projektstandort und ein regelmäßiger Austausch mit unseren Partnern vor Ort liegt uns sehr am Herzen. Der administrative Sitz unserer Partnerorganisation ABMSS befindet sich in Bangalore, wo auch der Workshop stattfand. Im letzten Jahr machten wir in Indien an insgesamt über 20 Standorten mehr als 3.200 Operationen für benachteiligte Kinder mit Spaltbildung möglich.

Unser Netzwerk vor Ort ist umfassend: über 150 Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte und Engagierte arbeiten hier Hand in Hand. Um einen stetigen Wissensaustausch und eine gute Vernetzung zu ermöglichen, organisieren wir einmal im Jahr einen Workshop, zu dem die Behandlungsteams aus allen Ecken des Landes anreisen. Ein munteres Treffen mit Vorträgen, Diskussionen und wertvollem Erfahrungsaustausch.

Besonders gefreut haben wir uns über den Vortrag unseres Ehrengastes Prof. Dr. Dr. Dr. Robert Sader, Direktor der Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie am Zentrum der Chirurgie der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. “Dr. Robert” gab seinen indischen Kolleginnen und Kollegen u. a. einen Einblick in das Konzept der “All-in-one procedure”, bei dem der Verschluss von Gaumen- und Lippenspalte in einem Eingriff durchgeführt wird. Wir danken Prof. Sader für den spannenden Austausch.

Block ID: #section–slider-images-descroptions-block_62b61c3fde3c3
Block ID: #section–text-block_62b1a42665426

Feierlichkeiten zum Jubiläum

Beim diesjährigen Treffen in Indien gab es außerdem etwas ganz Besonderes zu feiern: Die Deutsche Cleft Kinderhilfe wird 20 Jahre alt! Das Partnertreffen klang zu diesem Anlass mit einem festlichen Abendessen, begleitet von Musik und Tanz aus.

Was bleibt sind ein gestärkter Teamgeist, neue Erkenntnisse und das gemeinsame Ziel vielen weiteren Patient*innen mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten eine umfassende Behandlung zu ermöglichen. Wir möchten uns von Herzen bei unseren indischen Partner*innen für ihren Einsatz für Kinder mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten bedanken! Wir sind stolz auf unser Netzwerk in Indien, das über die letzten Jahre kontinuierlich gewachsen ist.

Für die Anwesenden aus Freiburg, unserer Geschäftsführerin Andrea Weiberg, unseren Projektkoordinator Stefan Rivald, unseren Vorstandsvorsitzenden und Gründungsmitglied Alexander Gross sowie unsere Partner aus Indien war das Event eine sehr bereichernde Erfahrung!

Filme
07.08.2020/
Impressionen aus Bolivien
Die Eltern unserer Spaltkinder sind immer wieder voller Dankbarkeit. Oft wissen sie erst einmal gar nicht, was es mit der Fehlbildung auf sich hat und dass diese behandelt werden kann. Und selbst wenn - die meisten unserer kleinen Patienten stammen aus ärmsten Verhältnissen. Die Eltern könnten sich die Operation niemals leisten. Dass ihre Kinder qualifiziert behandelt werden, und das sogar kostenlos, ist für sie unvorstellbares Glück. Der rührende Film unseres bolivianischen Hilfsprojekts fängt diese besonderen Glücksmomente ein.
17.07.2020/
Film: Impressionen aus Pakistan
Dieser Film, für unsere pakistanische Partnerorganisation, die Al-Mustafa Welfare Society, vom Vater eines Patienten produziert, gibt authentische Einblicke in das Leben in Karatschi, der Hauptstadt der Provinz Sindh. Von dort aus behandelt unser leitender Chirurg Prof. Ashraf Ganatra Spaltkinder aus ärmsten Familien. Er operiert die Kinder in Karatschi im Al Mustafa Medical Center. Um auch die vielen Familien außerhalb der Stadt zu erreichen, führt er regelmäßig Operationseinsätze in lokalen Provinzkrankenhäusern statt.
02.03.2020/
Safari-Chirurgie versus nachhaltige Entwicklungshilfe
Als Baby wurde Dat Opfer eines unkontrollierten Operationseinsatzes. Vermutlich unerfahrene Ärzte durchtrennten bei der Gaumen-OP in Vietnam beide Arterien. Die Folge: Ein "großes" Loch im Gaumen, dass das Leben des Jungen massiv beeinträchtigt. Um Dat zu helfen, wurde er in Deutschland operiert. Ein Einzelfall, der die Ausnahme bleiben muss, und mit dem wir auf die Risiken von Safari-Chirurgie in Gegensatz zu nachhaltiger Entwicklungshilfe aufmerksam machen wollen.