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Eine zweite Chance für Lucas

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Lucas fährt gerne mit dem öffentlichen Bus. Auch wenn er dieses Mal eine lange Reise vor sich hat: 500 km muss er mit seinen Eltern zurücklegen, damit seine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte von unserer Partnerorganisation Ayninakuna in Cochabamba operiert werden kann.
„Ich war sehr, sehr traurig und fühlte mich schuldig, als wir bei einem Ultraschall-Termin im fünften Schwangerschaftsmonat erfuhren, dass unser Kind mit einer Spalte zur Welt kommen würde“ erzählt uns Jonathan, Lucas Vater.

Jonathan studiert noch und Lucas Mutter Yogerli kümmert sich um den Haushalt. Als die beiden von der kostenlosen Behandlungsmöglichkeit in Cochabamba erfahren, sind sie sehr erleichtert. Hoffnungsvoll treten sie die lange Reise an. Doch es erwartet sie eine große Enttäuschung. Beim obligatorischen präoperativen COVID-19-Test wird Lucas positiv getestet und kann nicht operiert werden. Yogerli kann die Tränen nicht zurückhalten. Unser Chirurg Dr. Eligio versichert den Eltern, dass ihr Junge sobald wie möglich operiert werden wird, aber zuerst muss er wieder gesund werden.

Sobald Lucas seine Erkrankung mit COVID-19 gut überstanden hat, macht sich die Familie erneut auf den langen Weg nach Cochabamba. Dieses Mal fällt der Coronatest vor der Operation negativ aus und Lucas kann ohne Probleme operiert werden. Für seine Eltern geht ein Traum in Erfüllung. Yogerli gesteht: „Ehrlich gesagt habe ich die ersten Monate nach der Geburt von Lucas viel geweint. Es tat mir sehr weh in so zu sehen. Jetzt, wo seine Lippenspalte operiert ist, bin ich sehr froh, weil ich sehe, dass es eine Lösung gibt.“

Inzwischen hat Dr. Eligio auch Lucas Gaumenspalte operiert. Der Kleine kann jetzt in eine hoffnungsvolle Zukunft blicken. Eine Operation kostet nur 300 Euro. Helfen Sie jetzt Spaltkindern wie Lucas mit Ihrer Spende – jeder Beitrag zählt!

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Lucas im Bus auf dem Weg in die Klinik nach Cochabamba.
Lucas ist startklar für seine Operation.
Ein paar Wochen nach der Operation kommt Lucas zur Nachuntersuchung.
Dieses Foto schickten Lucas Eltern vorab an unsere Partnerorganisation, als sie sich über die Behandlungsmöglichkeit informierten.
Filme
07.08.2020/
Impressionen aus Bolivien
Die Eltern unserer Spaltkinder sind immer wieder voller Dankbarkeit. Oft wissen sie erst einmal gar nicht, was es mit der Fehlbildung auf sich hat und dass diese behandelt werden kann. Und selbst wenn - die meisten unserer kleinen Patienten stammen aus ärmsten Verhältnissen. Die Eltern könnten sich die Operation niemals leisten. Dass ihre Kinder qualifiziert behandelt werden, und das sogar kostenlos, ist für sie unvorstellbares Glück. Der rührende Film unseres bolivianischen Hilfsprojekts fängt diese besonderen Glücksmomente ein.
17.07.2020/
Film: Impressionen aus Pakistan
Dieser Film, für unsere pakistanische Partnerorganisation, die Al-Mustafa Welfare Society, vom Vater eines Patienten produziert, gibt authentische Einblicke in das Leben in Karatschi, der Hauptstadt der Provinz Sindh. Von dort aus behandelt unser leitender Chirurg Prof. Ashraf Ganatra Spaltkinder aus ärmsten Familien. Er operiert die Kinder in Karatschi im Al Mustafa Medical Center. Um auch die vielen Familien außerhalb der Stadt zu erreichen, führt er regelmäßig Operationseinsätze in lokalen Provinzkrankenhäusern statt.
02.03.2020/
Safari-Chirurgie versus nachhaltige Entwicklungshilfe
Als Baby wurde Dat Opfer eines unkontrollierten Operationseinsatzes. Vermutlich unerfahrene Ärzte durchtrennten bei der Gaumen-OP in Vietnam beide Arterien. Die Folge: Ein "großes" Loch im Gaumen, dass das Leben des Jungen massiv beeinträchtigt. Um Dat zu helfen, wurde er in Deutschland operiert. Ein Einzelfall, der die Ausnahme bleiben muss, und mit dem wir auf die Risiken von Safari-Chirurgie in Gegensatz zu nachhaltiger Entwicklungshilfe aufmerksam machen wollen.