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Glückskind Sheyla

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Glückskind Sheyla

Am 11. August 2017 kommt Sheyla in Mojinte, einem knapp 500-Seelen-Dorf im Hochland der bolivianischen Anden auf die Welt. Ihre Mutter Jhesica ist damals erst 16 Jahre alt. Dass mit Sheyla etwas nicht stimmt, ahnt Jhesica erst, als sie ihre Tochter das erste Mal in den Armen hält. Eine große Spalte zieht sich von der linken Oberlippe bis zur Nase. Dass Sheyla auch eine Gaumenspalte hat, erfährt die junge Mutter dann von den Ärzten. Sheyla wurde seither dreimal operiert. Bei der ersten Operation (Lippe und Nase) war Sheyla neun Monate alt, im Oktober 2018 wurde die Gaumenoperation durchgeführt. Die zunächst letzte Operation, zur Korrektur der Nase, wurde im Mai 2019 durchgeführt.

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Sheyla ist ein fröhliches Mädchen.
Das Dokumentationsbild vor ihrer ersten OP …
… und das Bild danach.
Sheyla und ihre Mama fröhlich beim zweiten Krankenhausaufenthalt …
… und nach drei erfolgreichen Operationen.
Sheyla genießt es, wieder Zuhause zu sein.
Happy End: Sheyla mit David und Mama Jhesica
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Meine Tochter soll leben!

Wenn Jhesica erzählt, glaubt man kaum, dass sie erst 18 Jahre alt ist. Die junge Frau hat schon einiges hinter sich. Wegen ihrer Schwangerschaft muss die damals 16-Jährige die Schule ein Jahr vor dem Abschluss abbrechen. Der Vater des Kindes verlässt sie noch vor der Geburt. Zum Glück hält ihre Familie in dieser schweren Zeit zu ihr. Von ihrer Mutter erfährt sie, dass es in der Familie väterlicherseits früher schon Spaltfälle gab. Jhesicas Oma hatte Zwillingsbrüder, ihre Tante zwei Söhne mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte. Alle vier starben kurz nach der Geburt. Jhesica ist geschockt und hat Angst, dass es ihrer kleinen Tochter auch so ergehen wird. Von den Ärzten weiß sie zwar, dass die Fehlbildung durch eine Operation behandelt werden kann. Aber nicht in Mojinte, dem Heimatdorf der Familie. Dort gibt es nur ein kleines Gesundheitszentrum ohne Spaltchirurgen. Abgesehen davon könnte sich die Familie die Behandlung niemals leisten.

Dass Jhesica auf unsere Hilfe aufmerksam wurde, war ein glücklicher Zufall, der das Schicksal des kleinen Mädchens unerwartet zum Guten wendete. Heute ist Sheyla ein fröhliches, selbstbewusstes Mädchen – der Sonnenschein der ganzen Familie.

Und Sheylas Geschichte hat noch ein ganz besonderes Happy End: Während der Behandlungen lernten sich Sheylas Mutter und unser Psychologe David kennen – und verliebten sich! Heute sind sie ein Paar und Sheyla hat inzwischen eine kleine Schwester bekommen.

Filme
07.08.2020/
Impressionen aus Bolivien
Die Eltern unserer Spaltkinder sind immer wieder voller Dankbarkeit. Oft wissen sie erst einmal gar nicht, was es mit der Fehlbildung auf sich hat und dass diese behandelt werden kann. Und selbst wenn - die meisten unserer kleinen Patienten stammen aus ärmsten Verhältnissen. Die Eltern könnten sich die Operation niemals leisten. Dass ihre Kinder qualifiziert behandelt werden, und das sogar kostenlos, ist für sie unvorstellbares Glück. Der rührende Film unseres bolivianischen Hilfsprojekts fängt diese besonderen Glücksmomente ein.
17.07.2020/
Film: Impressionen aus Pakistan
Dieser Film, für unsere pakistanische Partnerorganisation, die Al-Mustafa Welfare Society, vom Vater eines Patienten produziert, gibt authentische Einblicke in das Leben in Karatschi, der Hauptstadt der Provinz Sindh. Von dort aus behandelt unser leitender Chirurg Prof. Ashraf Ganatra Spaltkinder aus ärmsten Familien. Er operiert die Kinder in Karatschi im Al Mustafa Medical Center. Um auch die vielen Familien außerhalb der Stadt zu erreichen, führt er regelmäßig Operationseinsätze in lokalen Provinzkrankenhäusern statt.
02.03.2020/
Safari-Chirurgie versus nachhaltige Entwicklungshilfe
Als Baby wurde Dat Opfer eines unkontrollierten Operationseinsatzes. Vermutlich unerfahrene Ärzte durchtrennten bei der Gaumen-OP in Vietnam beide Arterien. Die Folge: Ein "großes" Loch im Gaumen, dass das Leben des Jungen massiv beeinträchtigt. Um Dat zu helfen, wurde er in Deutschland operiert. Ein Einzelfall, der die Ausnahme bleiben muss, und mit dem wir auf die Risiken von Safari-Chirurgie in Gegensatz zu nachhaltiger Entwicklungshilfe aufmerksam machen wollen.