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Schicksale: Lishitha und Lithika

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Erinnern Sie sich an Lishitha und Lithika, die indischen Zwillingsmädchen?

Ende 2018 hatten sich spontan Spender gefunden, um unseren beiden indischen Zwillingsmädchen Lishita und Lithika zu helfen. Dafür auf diesem Weg noch einmal ein herzliches Dankeschön! Inzwischen sind aus den zarten Frühchen zwei muntere kleine Mädchen geworden, die am 28. September 2019 ihren ersten Geburtstag feierten. Leider wurde bei beiden ein Herzfehler diagnostiziert. Bevor die Spaltoperationen durchgeführt werden können, müssen sich die Mädchen einer Herzoperation unterziehen.

Ein kurzer Rückblick: Die Zwillingsmädchen kamen am 28. September 2018 in Hyderabad auf die Welt. Beide Mädchen haben eine ausgeprägte doppelseitige Lippen-Kieferspalte, dazu noch eine Gaumenspalte. Seit der Geburt ihrer Töchter waren die frisch gebackenen Eltern verzweifelt und vor allem sehr besorgt. Die beiden Mädchen waren sehr zart und litten an Untergewicht. Sie konnten nicht richtig saugen und trinken. Die junge Mutter hatte Angst, die Babys nicht ausreichend versorgen zu können. Zu der Sorge um ihre Kinder kam der Druck aus ihrem Umfeld. Jyothi wurde als Mutter für die Fehlbildung ihrer Töchter verantwortlich gemacht wird. Sie und ihr Mann wurden von den Nachbarn verspottet und ausgegrenzt.

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Die indischen Zwillingsmädchen Lishitha und Lithika.
Einsetzen der NAM-Platte.
NAM-Training
Füttern mit der Flasche
Lishitha und Lithika mit gut einem Jahr
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Die Eltern fassen wieder Mut

Aber Jyothi und Srinivas lassen sich nicht entmutigen. Sie wollen, dass ihre Kinder leben und finden Hilfe. Sie stellen die beiden Mädchen bei Dr. Kumar vor, der unser Spaltzentrum in Hyderabad leitet. “Das ist wirklich ein seltener Fall”, so der erfahrene Mund-Kiefer-Gesichtschirurg, der bereits seit mehr als 10 Jahren Spaltpatienten operiert.

Dr. Kumar erklärt den besorgten Eltern, dass er umgehend mit der Behandlung ihrer Töchter beginnen wird. Zunächst erhalten die Zwillinge eine Gaumenplatte und werden mit Spezialnahrung aufgepäppelt. Ende Februar 2019 sind die Mädchen fünf Monate alt geworden. Dr. Kumar, der die Kinder in unserem Spaltzentrum in Hyderabad betreut, ist sehr zufrieden: Die Mädchen sind fröhlich und nehmen langsam zu. Lishita ist mit 4 Kilo etwas kräftiger als ihre Schwester. Lithika wiegt erst 3,5 Kilo, sie war von Anfang an die Zartere und fordert entsprechend mehr Aufmerksamkeit und Pflege von ihrer Mutter. Wie gut, dass die Familie so viel Unterstützung seitens des Klinikteams erfährt!

Besonders haben wir uns auch über die Nachricht gefreut, dass sich im sozialen Umfeld der Familie etwas getan hat. Statt Ablehnung erfahren die Eltern auf einmal Verständnis und sogar Unterstützung aus der Familie und von Nachbarn. Auch das ist ein großer Erfolg für Dr. Kumar und sein Team.

Wir danken allen Spendern ganz herzlich, die sich dem Schicksal der beiden Mädchen angenommen haben und stehen in regelmäßigem Austausch mit Dr. Kumar.

Die Eltern der Zwillinge sind sehr dankbar, dass sich unsere indischen Ärzte umfassend um ihre Töchter kümmern und auch die Herz-OP für die Familie kostenfrei sein wird. Wir werden uns weiter um die Behandlung der Zwillinge kümmern.

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Filme
07.08.2020/
Impressionen aus Bolivien
Die Eltern unserer Spaltkinder sind immer wieder voller Dankbarkeit. Oft wissen sie erst einmal gar nicht, was es mit der Fehlbildung auf sich hat und dass diese behandelt werden kann. Und selbst wenn - die meisten unserer kleinen Patienten stammen aus ärmsten Verhältnissen. Die Eltern könnten sich die Operation niemals leisten. Dass ihre Kinder qualifiziert behandelt werden, und das sogar kostenlos, ist für sie unvorstellbares Glück. Der rührende Film unseres bolivianischen Hilfsprojekts fängt diese besonderen Glücksmomente ein.
17.07.2020/
Film: Impressionen aus Pakistan
Dieser Film, für unsere pakistanische Partnerorganisation, die Al-Mustafa Welfare Society, vom Vater eines Patienten produziert, gibt authentische Einblicke in das Leben in Karatschi, der Hauptstadt der Provinz Sindh. Von dort aus behandelt unser leitender Chirurg Prof. Ashraf Ganatra Spaltkinder aus ärmsten Familien. Er operiert die Kinder in Karatschi im Al Mustafa Medical Center. Um auch die vielen Familien außerhalb der Stadt zu erreichen, führt er regelmäßig Operationseinsätze in lokalen Provinzkrankenhäusern statt.
02.03.2020/
Safari-Chirurgie versus nachhaltige Entwicklungshilfe
Als Baby wurde Dat Opfer eines unkontrollierten Operationseinsatzes. Vermutlich unerfahrene Ärzte durchtrennten bei der Gaumen-OP in Vietnam beide Arterien. Die Folge: Ein "großes" Loch im Gaumen, dass das Leben des Jungen massiv beeinträchtigt. Um Dat zu helfen, wurde er in Deutschland operiert. Ein Einzelfall, der die Ausnahme bleiben muss, und mit dem wir auf die Risiken von Safari-Chirurgie in Gegensatz zu nachhaltiger Entwicklungshilfe aufmerksam machen wollen.