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Hilfe für Spaltkinder in Ostafrika

Ruanda, Tansania
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Fakten zu Ostafrika
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55 %
Trotz allgemeinen Wirtschaftswachstums sind die Zahler der Menschen, die in Armut leben, in Ruanda nach wie vor hoch. Gemäß BMZ lag der Anteil der Menschen, die weniger als 1,90 US $ pro Tag zum Leben haben und damit per internationaler Definition in extremer Armut leben, 2016 immer noch bei über 50 Prozent.
5
In Ruanda und Tansania – wie auch in vielen Ländern anderen Ländern Afrikas – wächst die Bevölkerung jedes Jahr stark. Jede Frau bekommt durchschnittlich fünf Kinder. 35 von 1.000 Kindern sterben in Ruanda vor ihrem fünften Geburtstag, in Tansania sind es sogar 53 Kinder. Zum Vergleich: In Deutschland liegt die Zahl bei 3,7.
1:25.000
Nicht zuletzt bedingt durch das starke Bevölkerungswachstum ist die medizinische Versorgung in Afrika ein großes Problem. In Ruanda zum Beispiel kommt auf 25.000 Menschen geschätzt ein Arzt. Der Mangel an qualifizierten Fachärzten ist immens.
1.292
Kamerun war eines unserer ersten Projekte und damit der Start unserer Hilfe auf dem afrikanischen Kontinent. Von 2003 bis 2014 konnten wir fast 1.300 Operationen ermöglichen.
362
Erfolgsbilanz: Seit Start unserer Ostafrika-Hilfe in 2009 konnten wir in Uganda, Ruanda, Burundi und Tansania 362 Operationen ermöglichen. Der Aufbau eines afrikanisches Ärzteteams, das seit drei Jahren selbstständig Operationseinsätze in Tansania durchführt, ist ein großer Erfolg.
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Unsere Hilfe in Ostafrika

Kamerum war neben Indien Startprojekt unserer internationalen Hilfe für Spaltkinder. Von 2003 bis 2014 waren wir in Kamerum aktiv. Wir förderten ein Spaltprojekt unter der Leitung eines einheimischen Chirurgen und organisierten Operationseinsätze, die damals von unserem heutigen Vorstand Prof. Feyerherd ehrenamtlich begleitet wurden. In den elf Jahren unserer Präsenz konnten wir fast 1.300 Spaltpatienten in Kamerun behandeln.

Mit einem Projekt in Uganda starteten wir 2009 unsere Hilfe in Ostafrika. Bis 2016 führten wir in der Uniklinik Mbarara Operationseinsätze durch. Inzwischen arbeitet das ugandische Cleft-Team selbstständig, unsere Förderung im Bereich der Chirurgie ist abgeschlossen. Von Anfang an als ehrenamtliche Projektleiter dabei: die beiden erfahrenen Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen Dr. Oliver Blume und Gunther Au-Balbach. Nach sieben Jahren enger Zusammenarbeit ist man sich nachhaltig verbunden: Ein ugandisches Team begleitet Oliver Blume und Gunther Au-Balbach heute bei ihren jährlichen Ostafrika-Einsätzen, Oliver Blume hält Vorlesungen an der Uniklinik Mbarara.

Drei neue Projekte kamen in den folgenden Jahren in Ostafrika dazu: Ruanda in 2011, 2015 folgte Burundi, seit 2016 ist Tansania dritter Standort. 2019 operierten unsere Teams in Ruanda und Tansania und konnten insgesamt 34 Patienten behandeln.

In Burundi fand unsere vorläufig letzte Mission im Februar 2018 statt. Diese endete mit einem Anschlag auf unser deutsches Ärzteteam, bei dem glücklicherweise niemand zu Schaden kam. Dennoch mussten wir unsere Hilfe in Burundi bis auf weiteres einstellen. Auch unsere ostafrikanischen Ärzte  können aktuell nicht in Burundi operieren. Wir hoffen, unsere Arbeit in Burundi bald fortsetzen zu können. Vorrangiges Ziel wird es dann sein, einen burundischen Arzt im Bereich der Spaltchirurgie auszubilden.

Die jährlichen Einsätze unserer beiden deutschen Projektleiter dienen neben der direkten medizinischen Hilfe für Spaltpatienten auch der Ausbildung einheimischer Ärzte. Die Ausbildung des ruandischen Chirurgen Dr. Laurent Siborurema schlossen wir 2013 erfolgreich ab. Zusätzlich zu den Operationseinsätzen an der Seite von Oliver Blume und Gunther Au-Balbach nahm Dr. Laurent an einem vierwöchigen Training in zwei unserer indischen Spaltzentren teil.

Nach jahrelanger Aufbauarbeit trägt dieser Invest in Ostafrika nun Früchte: Unter der Leitung von Dr. Laurent hat sich ein festes einheimisches Team formiert, das selbstständig Spaltpatienten in Tansania operiert.

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„Der schönste Moment ist, wenn wir den Eltern in Ostafrika nach der Operation ihr Kind übergeben. Die Freude ist jedes Mal überwältigend. Es gibt keine größere Wertschätzung.“

Dr. Dr. Oliver Blume, Projektleiter Ostafrika

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Unsere Partner in Ostafrika

In Ostafrika arbeiten Teams aus verschiedenen Ländern Hand in Hand, um unsere Hilfe für Spaltkinder zu sichern. Zum Team des jährlichen Operationseinsatzes unter deutscher Leitung von Oliver Blume und Gunther Au-Balbach gehören aus Ruanda der Chirurg Dr. Laurent Siborurema sowie aus der Uniklinik Mbarara (Uganda) der Anästhesist Dr. Emmanuel Munyarugero, der Chirurg Dr. Deus Twesigye sowie die Krankenschwester Caroline Nakyanzi.

Unser afrikanisches Team, das seit 2017 selbstständig Operationseinsätze in Tansania organisiert und durchführt, wird von Dr. Laurent geleitet. Vertragspartner vor Ort ist die Diözese Rulenge-Ngara, vertreten durch den Bischof Severine Niwemugizi. Die Diözese führt mehrere Krankenhäuser in Tansania und stellt uns das Krankenhaus in Rulenge für unsere Operationseinsätze zur Verfügung. Dr. Prosper Mallya, Arzt im Krankenhaus in Rulenge, koordiniert die Arbeit vor Ort und organisiert die Patientensuche.

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Oft ist die OP die einzige Überlebenschance für ein Kind.
Shadia nach ihrer ersten Operation …
… und ein Jahr später.
Impressionen aus Burundi: Spaltkinder beim Bad
Nach der OP: Mutter mit Sohn in Ruanda
Deutsch-afrikanische Freundschaft
Schwester Caroline mit kleinem Schützling
Gunther Au-Balbach und Dr. Emma 2019 in Gitwe, Ruanda.
Hand in Hand für ein Kinderleben
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Schwerpunkte unserer Hilfe in Ostafrika
Aufklärung
In vielen Regionen Ostafrikas haben die Menschen keinen Zugang zu einer qualifizierten medizinischen Versorgung. Es fehlt vor allem an Fachärzten. Die Patienten kommen daher von weither, überwinden sogar Landesgrenzen, um unsere Hilfe in Anspruch zu nehmen. Diese bekannt zu machen und die Patienten gezielt anzusprechen, ist ein wesentlicher Teil unsere Arbeit in unseren ostafrikanischen Projektländern.
Chirurgie
Viele afrikansiche Kinder leiden unter Krankheiten, sind unter- oder mangelernährt. In Ruanda wird ein Baby, das nicht gestillt werden kann, mitunter einfach seinem Schicksal überlassen. Die Operation ist oft die letzte Chance für ein Spaltkind in Ostafrika. Eine signifikante Steigerung der Operationszahlen ist daher unser Ziel.
Aus-/Weiterbildung
Die Aus- und Weiterbildung hat für uns in Ostafrika einen hohen Stellenwert. Vor allem im medizinischen Bereich und mit dem Ziel, durch qualifizierte einheimische Ärzte feste Anlaufstellen für Spaltpatienten zu schaffen. Darüber hinaus werden wir verstärkt in die Schulung von Projektmitarbeitern zur Patientenansprache, Projektkoordination und -dokumentation investieren.
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Ihre Spende für Spaltkinder in Ostafrika

Ostafrika ist eines unserer Schwerpunktregionen. In den mehr als 15 Jahren unserer Hilfe in Afrika ist es uns gelungen, ein afrikanisches Ärzteteam auszubilden, das inzwischen an zwei festen Standorten in Tansania und Ruanda selbstständig Operationseinsätze durchführt. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, unsere Hilfe auszubauen. Dazu brauchen wir Ihre Unterstützung!

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Steckbrief Ruanda

Ruanda ist mit seinen 26.000 km² Fläche nicht nur eines der kleinsten Länder Afrikas. Mit 12 Millionen Einwohnern gehört es in Afrika auch zu den am dichtesten besiedelten Ländern. Fast die Hälfte der Bevölkerung ist jünger als 18 Jahre. Die Kinderzahl pro Familie ist hoch: Eine Frau bringt durchschnittlich fünf Kinder zur Welt.

Ruanda ist ein ostafrikanischer Binnenstaat mit Grenzen zu Burundi, zur Demokratischen Republik Kongo, zu Uganda und Tansania. Durch seine bergige Landschaft ist Ruanda bekannt als “Land der tausend Hügel”.
Größe
26.340 km²
Einwohner
12.301.939
Amtssprache
Kinyarwanda, Französisch, Englisch, Swahili
Vorwiegende Religion
Christentum
Währung
Ruanda-Franc
Hauptstadt
Kigali
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Steckbrief Tansania

Mit einer Fläche von 947.000 km² – ungefähr 2,7 Mal so groß wie Deutschland – ist Tansania eines der größten Länder in Afrika. Tansania ist ein beliebtes Reiseziel. Doch trotz Tourismus ist das Land immer noch sehr arm. Infektionskrankheiten wie Malaria und Aids sind weit verbreitet. Entsprechend niedrig ist die Lebenserwartung (64 Jahre). 30,7 Prozent der Menschen sind unterernährt. Die Kindersterblichkeit ist sehr hoch: 53 von 1.000 Kindern sterben vor ihrem fünften Geburtstag.

 

Tansania liegt an der Ostküste von Afrika. Sieben Länder grenzen direkt Tansania: Kenia, Uganda, Ruanda, Burundi,die Demokratische Republik Kongo, Malawi, Sambia und Mosambik. Der Kilimanscharo ist mit 5.895 Metern Höhe das höchste Bergmassiv Afrikas. 

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