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Projektreise quer durch Indien

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Tag 1 und 2 unserer 11-tägigen Projektreise zu Beginn dieses Jahres verbringen wir, Andrea Weiberg und Ulrike Claassens aus dem Freiburger Team, in Mysore. Unser Spaltzentrum im Joseph’s Hospital bietet bedürftigen Spaltpatienten eine vollumfassende Behandlung: Chirurgie, Zahnmedizin, Kieferorthopädie, Sprachtherapie, HNO und Psychologie – alle relevanten Fachdisziplinen sind unter einem Dach und arbeiten Hand in Hand. Wir lernen Father Manuel und Father Sanjay kennen, die die Klinik leiten. Und begleiten Dr. Manu Prasad und sein Team bei einer OP. In knapp zwei Stunden rekonstruiert Dr. Manu den Gaumen des bereits achtjährigen Kumar. Wir sind beeindruckt von der Professionalität, der Ruhe und Wärme, mit denen man sich hier um die kleinen Patienten kümmert. Und der herzlichen Gastfreundschaft, mit der wir empfangen wurden. Ein großes Dankeschön an das ganze Mysore-Team.

Zweite Station Hyderabad

Unsere zweite Station: Hyderabad. In der Hauptstadt des Bundesstaates Telangana mit fast 8 Mio. Einwohnern sind wir gleich in drei Krankenhäusern vertreten. Dr. Vijay operiert mit viel Herz und großer Erfahrung in seinem Krankenhaus rund 20 Spaltkinder pro Monat. Sprachtherapie und präoperativ NAM sind weitere Bestandteile seines umfassenden Behandlungskonzepts. Wir lernen Rohinth kennen, der zwei Tage zuvor am Gaumen operiert wurde. Seine Mutter ist so dankbar! Neuer Partner, seit nunmehr zwei Jahren, ist das Ramdevrao Hospital, eine große gemeinnützige Einrichtung. Und ganz neu in unserem Ärzteteam ist die junge, motivierte Chirurgin Dr. Neeti, die im Avis Hospital eine neue Anlaufstelle für Spaltkinder aufbauen will. Drei ganz verschiedene Einrichtungen, die alle eins verbindet: Das Ziel, Spaltkindern eine Chance im Leben zu geben.

Shree Jain Hospital in Haora

Dr. Siddhartha leitet das Spaltzentrum in unserem Partnerkrankenhaus, dem Shree Jain Hospital and Research Centre, in Haora. Die Millionenstadt ist Teil des Ballungsraums von Kolkata. Dr. Siddhartha operiert jeden Monat circa 30 Patienten! Für uns hat er heute eine Tour durch Haora organisiert, um drei seiner kleinen Patienten zu treffen. Tashfia wurde erst vorgestern operiert. Sie lebt mit ihren Eltern in Assam, im Norden Indiens. 600 Kilometer entfernt, mit dem Zug eine Zweitagesreise. Tashfias Mutter, mit der wir uns auf englisch verständigen können, erzählt, dass sie über eine Facebook-Gruppe auf unser Hilfsprojekt aufmerksam wurden. Sie ist so froh ist, dass ihre Tochter diesen ersten Eingriff gut überstanden hat. Für sie und ihren Mann ist klar, dass sie sich in diesem Jahr noch einmal auf den Weg machen werden, um auch Tashfias Gaumenspalte von Dr. Siddhartha operieren zu lassen. Seikh dürfen wir in seinem Zuhause besuchen. Er lebt mit seinen 4 Schwestern und seinen Eltern in einem Raum ohne Tageslicht, 10 qm groß. Für uns wird Platz auf dem Familienbett gemacht. Und auch hier, in ärmsten Verhältnissen, erleben wir erneut große Dankbarkeit. Danke Dr. Siddhartha für diesen besonderen Tag!
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Kolkata: 400 Operationen jährlich!
Kolkata, Tag 2: Noch einmal dürfen wir bei zwei Operationen hospitieren. An der Seite von Dr. Siddhartha assistieren Dr. Debolina und Dr. Vivek, Dr. Nishad ist der verantwortliche Anästhesist. Neue Patienten warten bereits. Kolkata hat sich innerhalb von zwei Jahren mit ungefähr 400 Operationen jährlich zu unserem größten Behandlungszentrum in Indien entwickelt. Der Ausbau des umfassenden Therapieangebots ist Thema des anschließenden Meetings unter der Leitung von Dr. Jayanth, medizinischer Supervisor für all unsere indischen Projektstandorte. Wir sind froh ob dieser jungen Zusammenarbeit mit dem Shree Jain Hospital und Dr. Siddhartha, dank dieser wir so vielen Spaltkindern den Zugang zu einer ganzheitlichen Versorgung ermöglichen und ihnen damit eine echte Chance auf ein besseres Leben geben können.

Letzte Station Bangalore

Bangalore, die letzte Station unserer Reise. Dr. Jayanth zeigt uns das Rangadore Memorial Hospital, in dem er unser Spaltprojekt leitet. Darüber hinaus ist Bangalore Sitz unseres Partnervereins ABMSS. Zum Team gehören Dr. Dushyant Prasad (General Secretary), Dr. Jayanth B S (Director-Programmes & Medical Supervisor), Mithun Amin (Manager-Programmes and Operations, Muyeen Pasha (Senior Executive-Operations), Prashanth G (Executive Accounts) und Annie Jayaraj (Fundraising). Wir bekommen interessante Eindrücke in die Arbeit unserer Kollegen – für beide Seiten eine wertvolle Erfahrung. Eine Reise voller Eindrücke geht nun zu Ende: Wir waren im OP, besuchten Patienten Zuhause, waren im Austausch mit den vielen Helfern. Wir haben Indien aus einer sehr besonderen Perspektive kennengelernt, die Herausforderungen vor Ort erlebt. Und sind beeindruckt von der Professionalität und dem Engagement, mit denen man diesen hier begegnet. Danke an alle für diese großartige Zeit!
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31.03.2020/
Spaltkinder aus aller Welt
Corona: Zur Lage in unseren Projektländern
Covid 19 bestimmt aktuell unser aller Leben. Eine Krise, wie wir sie noch nie erlebt haben. Die zwingenden Maßnahmen im Kampf gegen das Virus sind einschneidend — weltweit. Auch unsere Hilfe für Spaltkinder ist davon betroffen. In vielen unserer Projektländer herrscht “Lockdown”. Wir stehen im regelmäßigen Austausch mit unseren Partnern vor Ort und werden Sie soweit möglich hier über die neuesten Entwicklungen informieren.
12.03.2020/
Events & Aktionen
Relaunch: Unsere neue Website
Wo helfen wir? Wie helfen wir? Was ist Cleft? Wann fand der letzte Einsatz statt? Wer steckt hinter der Deutschen Cleft Kinderhilfe? Was heißt für uns nachhaltige Entwicklunghilfe? Wie werden die Spenden eingesetzt? Unsere neue Website informiert und gibt aktuelle Einblicke in unsere Hilfe für Spaltkinder weltweit. Mit neuer Struktur, überarbeiteten Inhalte und im neuen Design. Für unsere Spender, Partner, Freunde und Helfer. Lesen Sie hier mehr.
17.02.2020/
Helfer vor Ort
Operationseinsatz auf Java
Vom 31. Januar bis 2. Februar fand der erste DCKH-Operationseinsatz dieses Jahres in Indonesien statt. Zielregion war die Provinz Banten im Westen der Insel Java, eine der Hauptinseln des Inselstaates mit seinen mehr als 17.000 Inseln. Unser Team konnte in zwei Operationstagen 20 Patienten behandeln, alles Babys und kleine Kinder. Begleitet wurden sie von ihren Müttern, die voller Dankbarkeit für die Hilfe aus Deutschland waren.