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Wie helfen wir?

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In vielen Ländern der Welt leben Kinder mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte mit ihren Familien am Rande der Gesellschaft. Wegen ihrer Entstellung werden sie als behindert stigmatisiert, verspottet und ausgegrenzt. Der Schulbesuch ist nur den wenigsten möglich. Dazu leiden viele der Kinder unter schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen. Als Hilfsorganisation für Kinder mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte wollen wir, dass Spaltkinder unabhängig von ihrer Herkunft den Zugang zu einer sicheren, qualifizierten und umfassenden Behandlung bekommen – und damit die Chance auf ein menschenwürdiges Leben. Im Sinne dieser Mission investieren wir in einen langfristigen Aufbau unserer Projekte – als Fundament für funktionierende Strukturen und eine nachhaltige Hilfe in unseren Projektländern.

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Nachhaltige Hilfe

Nach dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ verfolgen wir konsequent das Ziel, in unseren Projektländern selbstständige Strukturen zu entwickeln. Die medizinische Hilfe vor Ort wird von unseren einheimischen Partnern eigenverantwortlich organisiert. In unseren 12 Projektländern sichern mehr als 250 einheimische Ärzte, Therapeuten und Projektkoordinatoren die Betreuung und medizinische Versorgung der Patienten vor Ort. Sie alle machen uns als Hilfsorganisation für Kinder mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte aus.

In den größeren Städten haben wir feste Projektstandorte in Partnerkliniken. Zur Versorgung der vielen Kinder mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, die in abgelegenen ländlichen Regionen leben und kaum eine Chance auf eine qualifizierte Behandlung haben, werden regelmäßig Operationseinsätze in umliegenden Provinzkrankenhäusern durchgeführt. Jedes Projekt hat einen leitenden Chirurgen mit einem Team aus Anästhesisten und Pflegekräften an seiner Seite. Geschulte Projektmitarbeiter sind verantwortlich für die Durchführung von Aufklärungskampagnen. Aus Scham und Unwissenheit werden Kinder mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte häufig versteckt. Aufklärung ist notwenig, um betroffene Kinder zu finden und die Eltern über die Ursachen der Fehlbildung und die kostenlosen Behandlungsmöglichkeiten zu informieren. Je nach Umfang der Hilfsstrukturen sind die einheimischen Kernteams erweitert um Sprachtherapeuten, Kieferorthopäden, Zahnärzte und Psychologen.

Unsere Hilfsprojekte werden im Ehrenamt von deutschen Ärzten mit ihrer Fachexpertise betreut. Sie sind in der Regel einmal pro Jahr in dem von ihnen betreuten Projektland. Diese Einsätze dienen neben einer regelmäßigen Projektevaluation vor allem auch der Weiterbildung der einheimischen Partner. Darüber hinaus fördern wir den interdisziplinären Austausch zwischen unseren internationalen  Projektpartnern. All diese Maßnahmen haben ein Ziel: die Sicherung einer hohen Behandlungsqualität weltweit.

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Umfassende Spalttherapie

Was es für ein Kind bedeutet, mit einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte geboren zu werden, wird vielfach unterschätzt. Es ist mehr als die offensichtliche Entstellung, die Spaltkinder in Isolation leben lässt. So sterben viele Babys mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte noch im ersten Lebensjahr an den Folgen von Vernachlässigung oder Unterernährung. Darüber hinaus kann die Fehlbildung weitreichende funktionale Beeinträchtigungen zur Folge haben. Eine umfassende Behandlung fängt schon vor der Operation an und geht danach in den meisten Fällen weiter. Sie ist Grundvoraussetzung dafür, das Leben dieser Kinder langfristig in eine andere Richtung zu lenken.

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Zentrale Maßnahme im Behandlungsverlauf ist die Operation. Qualifiziert durchgeführt, lässt sie Kinder mit einer Lippenspalte wieder „normal“ aussehen. Liegt auch eine Gaumenspalte vor, braucht es mindestens eine zweite Operation. Eine unbehandelte Gaumenspalte hat schwerwiegende Folgen: Die Kinder können nicht richtig essen und trinken, sprechen nur schwer verständlich.

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Cloud Arrow Arrow Cloud Arrow Arrow Arrow Eine Operation, durchgeführt von qualifizierten einheimischen Chirurgen, kostet nur 250 Euro. Helfen Sie mit Ihrer Spende und geben Sie einem Spaltkind die Chance auf ein neues Leben!
Spenden
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Aufklärungsarbeit
Oft wissen die Eltern nichts über die Behandlungsmöglichkeiten und Ursachen der Lippen-Kiefer-Gaumenspalte. Der Glaube, die Fehlbildung sei eine Strafe für eigenes Fehlverhalten, ist weit verbreitet. Wichtiger Bestandteil unserer Arbeit ist daher die Aufklärung. Dabei werden unterschiedliche Kommunikationswege wie Plakate, Anzeigen oder Social Media-Kanäle genutzt. Projektmitarbeiter gehen von Haus zu Haus, besuchen Schulen und Märkte, um auf unsere Hilfe aufmerksam zu machen.
Sprach- und Funktionstherapie
Spaltkinder sind durch die Dysfunktionalität im Mund-Kiefer-Rachenbereich in ihrer Sprachentwicklung beeinträchtigt. Die Mundmuskulatur ist unterentwickelt, Kinder mit einer Gaumenspalte haben darüber hinaus ein nasales, oft heiseres Klangbild. Im Rahmen einer Sprach- und Funktionstherapie werden Mundmotorik und Artikulation verbessert.
Zahnmedizin und Kieferorthopädie
Eine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte geht oft mit massiven Zahn- und Kieferfehlstellungen einher. Die Korrektur dieser ist ein langfristiger Prozess. Nicht selten sind spätere chirurgische Eingriffe, zum Beispiel Knochentransplantationen, nötig. In einigen unserer Behandlungszentren werden die Kinder vor der Operation mit einer NAM-Therapie behandelt. Darüber hinaus haben fast alle Kinder in unseren Projektländern aufgrund mangelnder Zahnpflege und Mundhygiene schlechte Zähne.
HNO-Heilkunde
Als Folge einer Gaumenspalte findet nicht genügend Druckausgleich im Mittelohr statt. Dadurch ist die Belüftung des Mittelohrs eingeschränkt, Flüssigkeitsansammlungen sind die Folge. Die Kinder leiden unter ständigem Druckgefühl, Ohrenschmerzen und in vielen Fällen an chronischen Mittelohrentzündungen. Die Flüssigkeitsstauungen im Mittelohr führen auf Dauer zu einer Minderung der Hörleistung und somit zu Problemen beim Sprechen lernen.
Psychosoziale Unterstützung
Spaltkinder sind anders als andere Kinder. Sie sehen anders aus, reden anders. Das Anders-Sein führt oft zu Ausgrenzung, Spott und Hänseleien. Für die Kinder kann das weitreichende psychosoziale Störungen zur Folge haben. Eine frühe und kontinuierliche psychologische Betreuung trägt dazu bei, die Kinder in ihrem Selbstbewusstsein zu fördern. Sie hilft auch den betroffenen Eltern, für die Geburt eines Kindes mit einer Spaltbildung eine hohe Belastung darstellt.
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Unsere Patientendatenbank

Jede Behandlung wird vor Ort dokumentiert: mit persönlichen Daten zum Kind, Diagnose, Therapie, Vorher-Nachher-Bildern sowie Hintergrundinformationen zur Familie und zum behandelnden Arzt. Die Patientendatenbank ist für uns ein wichtiges Kontrollinstrument. Wir erstatten die Behandlungskosten an unsere Projektpartner erst dann, wenn die Dokumentation erfolgt ist und von uns kontrolliert wurde. Dies geschieht etwa zwei bis sechs Wochen nach dem Eingriff.

Darüber hinaus nutzen wir die Datenbank, um unseren Spendern einen authentischen Einblick in unsere Hilfe zu geben. Sie können mit Ihrer Spende für ein Kind eine Operationspatenschaft übernehmen und erfahren so als “Operationspate”, welches Kind dank Ihrer Unterstützung operiert wurde. So erleben Sie ganz nah, was Ihre Spende Großes bewirkt.

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Patientendokumentation
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Hintergrundinformationen
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“Ich bin immer wieder davon berührt, wie wir das Leben eines Kindes zum Guten wenden können. Wir wollen Menschen mobilisieren, sich mit uns zu engagieren und unserem Netzwerk der Hilfe anzuschließen. Gemeinsam können wir Großes bewirken. ”

Prof. Dr. med. Frank Feyerherd,
Anästhesist und DCKH-Vorstand im Ehrenamt

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Die Cleft-Gruppe: Schwerpunktländer unserer Hilfe

Wir investieren kontinuierlich und langfristig in den Ausbau unserer Projekte. Unsere Schwerpunktländer sind Afrika, Bangladesch, Bolivien, Indien, Pakistan, Peru und Vietnam. Sie sind unter dem Dach der Cleft-Gruppe zusammengefasst. Die Hilfe für Spaltkinder wird in jedem Land selbstständig organisiert, über eigene Länder-Webseiten werden Operationseinsätze, Informationsveranstaltungen und sonstige projektlandspezifische Inhalte kommuniziert.

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Aktuell konzentriert sich unsere Afrika-Hilfe auf Operationseinsätze in den ostafrikanischen Ländern Burundi, Uganda, Ruanda und Tansania.
cleftafrica.org
In Bangladesch sind vier Chirurgen im Einsatz. Kooperationspartner ist die Hilfsorganisation Operation Cleft Australia.
cleftbangladesh.org
In Bolivien betreiben wir drei Hilfsprojekte. Standorte sind Tarija, La Paz und Cochabamba. In La Paz und Cochabamba profitieren die Patienten über die Chirurgie hinaus von einem umfassenden Angebot an Folgetherapien.
cleftbolivia.org
Unsere Hilfe in Indien, unserem größten Projektland, wird von unserem Partner ABMSS koordiniert. Neben unserer substanziellen Förderung werden die Projekte in Indien von Transforming faces (Kanada) und der Persistent Foundation (Indien) langfristig unterstützt.
cleftindia.org
2013 starteten wir unser Projekt in Pakistan. Seit 2016 ist die Al-Mustafa Welfare Society Projektpartner. Geleitet wird das Projekt von dem erfahrenen Chirurgen Prof. Dr. Muhammad Ashraf Ganatra.
cleftpakistan.org
Sitz unserer peruanischen Partnerorganisation Qorito ist Lima. Das Team unter der Leitung von Dr. Alberto Bardales versorgt Spaltpatienten in Lima und verschiedenen ländlichen Regionen Perus.
cleftperu.org
In Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt stützt sich unsere Hilfe für Spaltkinder auf drei Projektpartner und der Kooperation mit der Noordhoff Craniofacial Foundation Taiwan.
cleftvietnam.org
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Fünf Gründe für eine Spende
Konkret
Wir widmen uns einem einzigen Thema: Der Behandlung von Kindern mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte. In unseren Projektländern leisten wir direkte medizinische Hilfe für die bedürftigen Familien. Messbar an der Zahl der Operationen.
Umfassend
Soweit es die Strukturen in unseren Projektländern zulassen, finanzieren wir über die Operationen hinaus nötige Folgebehandlungen, wie zum Beispiel Sprachtherapie oder kieferorthopädische Maßnahmen.
Transparent
Jede Behandlung wird von den Ärzten vor Ort in unserer Patientendatenbank dokumentiert und von uns kontrolliert. So können wir sicher sein, dass die uns anvertrauten Spenden gezielt und sinnvoll verwendet werden.
Nachhaltig
Mit dem Ziel, in unseren Projektländern selbstständig funktionierende medizinische Strukturen aufzubauen, begleiten wir unsere Projekte langfristig und sind im regelmäßigen Austausch mit unseren einheimischen Partnern.
Zertifiziert
Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) bestätigt uns mit dem DZI Spenden-Siegel bereits seit 2012 den verantwortungsbewussten und seriösen Umgang mit unseren Spendeneinnahmen.