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Pakistan: Operationseinsatz in Naushahro Feroze

Ende Februar reist Prof. Ganatra, unser leitender Chirurg in Pakistan, nach Naushahro Feroze. Ein großer OP-Einsatz soll in der Stadt, 340 Kilometer nordöstlich von Karatschi, stattfinden: Mehr als 60 Kinder sind zur Behandlung angemeldet. Das Team, das Prof. Ganatra begleitet, ist entsprechend groß. Sechs Medizinstudenten, fünf Chirurgen, Anästhesisten und Krankenschwestern stehen Prof. Ganatra zur Seite. Acht davon sind Frauen. Unsere  Projektmanagerin Dr. Ulrike Lamlé betreut den Einsatz ehrenamtlich.

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„Ich bin beeindruckt von der Professionalität und dem Engagement unseres Teams in Pakistan. Besonders freue ich mich, dass so viele Frauen Teil des Teams von Prof. Ganatra sind und von ihm ausgebildet werden. Die Chirurgie ist in Pakistan normalerweise Männern vorbehalten.

Dr. med. Ulrike Lamlé, ehrenamtliche Projektmanagerin

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Die Ausstattung im Krankenhaus in Naushahro Feroze ist im Vergleich zum europäischen Standard sehr einfach, aber es ist alles da, um sichere Operationen für unsere Patienten zu garantieren. Der gesamte Prozess – von der Aufnahme der Patienten über die Fotodokumentation bis hin zu den chirurgischen Eingriffen und der Visite nach der Operation – ist perfekt organisiert. Insgesamt 64 Patienten werden an zwei Arbeitstagen operiert.

Einer der jüngsten ist der fünf Monate alte Azaad. Seine Eltern erfuhren erst kürzlich durch ein Plakat von unserem Hilfsprojekt. Bis dahin waren sie sehr besorgt um ihren Sohn. Er konnte nicht richtig an der Brust trinken und war sehr schwach. Die ganze Familie machte sich voller neuer Hoffnung auf den Weg ins Krankenhaus. Die sieben leben unter einfachsten Bedingungen in einem Lehmhaus mit Strohdach, ohne Strom und fließendes Wasser. Sie hätten sich die Operation niemals leisten können.

Azaad wird am 29. Februar erfolgreich operiert. Seine Eltern sind überglücklich über das Ergebnis der Lippenoperation. Die Spalte, die das Gesicht ihres Sohnes entstelle, ist verschwundern. Doch auch der Gaumen des Jungen ist betroffen, sodass es eine weitere Operation braucht. Die Familie hat großes Vertrauen in Prof. Ganatra und sein Team. Sie werden Azaad ganz sicher auch zu diesem zweiten Eingriff bringen. Diese zweite Operation ist so wichtig. Erst wenn auch der Gaumen verschlossen ist, kann Azaad ohne größere Beeinträchtigungen groß werden.

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Patientenaufnahme: Azaad mit seinen Eltern vor der Operation.
Azaads Familie warted geduldig auf dem Krankenhausgelände, während Azaad operiert wird.
Azaad hat alles gut überstanden, die Freude ist groß.
Der neun Jahre alte Perwaiz vor der Operation mit Dr. Ulrike Lamlé.
Und der neun Monate alte Mohammad mit seiner Mutter.
Beide Jungen haben ihre Operationen gut überstanden.
Prof. Ganatra mit seinen jungen Studenten.
Prof. Ganatra bei der Patientenaufnahme.
Ulrike Lamlé schaut Prof. Ganatra bei der Arbeit über die Schulter.
Filme
07.08.2020/
Impressionen aus Bolivien
Die Eltern unserer Spaltkinder sind immer wieder voller Dankbarkeit. Oft wissen sie erst einmal gar nicht, was es mit der Fehlbildung auf sich hat und dass diese behandelt werden kann. Und selbst wenn - die meisten unserer kleinen Patienten stammen aus ärmsten Verhältnissen. Die Eltern könnten sich die Operation niemals leisten. Dass ihre Kinder qualifiziert behandelt werden, und das sogar kostenlos, ist für sie unvorstellbares Glück. Der rührende Film unseres bolivianischen Hilfsprojekts fängt diese besonderen Glücksmomente ein.
17.07.2020/
Film: Impressionen aus Pakistan
Dieser Film, für unsere pakistanische Partnerorganisation, die Al-Mustafa Welfare Society, vom Vater eines Patienten produziert, gibt authentische Einblicke in das Leben in Karatschi, der Hauptstadt der Provinz Sindh. Von dort aus behandelt unser leitender Chirurg Prof. Ashraf Ganatra Spaltkinder aus ärmsten Familien. Er operiert die Kinder in Karatschi im Al Mustafa Medical Center. Um auch die vielen Familien außerhalb der Stadt zu erreichen, führt er regelmäßig Operationseinsätze in lokalen Provinzkrankenhäusern statt.
02.03.2020/
Safari-Chirurgie versus nachhaltige Entwicklungshilfe
Als Baby wurde Dat Opfer eines unkontrollierten Operationseinsatzes. Vermutlich unerfahrene Ärzte durchtrennten bei der Gaumen-OP in Vietnam beide Arterien. Die Folge: Ein "großes" Loch im Gaumen, dass das Leben des Jungen massiv beeinträchtigt. Um Dat zu helfen, wurde er in Deutschland operiert. Ein Einzelfall, der die Ausnahme bleiben muss, und mit dem wir auf die Risiken von Safari-Chirurgie in Gegensatz zu nachhaltiger Entwicklungshilfe aufmerksam machen wollen.