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Flutkatastrophe in unserem Projektland Pakistan

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Unser Lippen-Kiefer-Gaumenspalten-Projektland Pakistan, leidet in diesem Sommer unter katastrophalen Überschwemmungen (Überblicksartikel auf Englisch), die sich, verstärkt durch den Klimawandel, zu einer landesweiten Katastrophe entwickelt haben. In einigen Provinzen des Landes hat es ein Vielfaches der für diese Jahreszeit üblichen Regenmenge gegeben. Auch die Gletscherschmelze war aufgrund der großen Hitze stärker als üblich, was zu einem noch höheren Wasserstand in den Flüssen des Landes führte. Ende August schätzte der pakistanische Minister für Klimawandel, dass ein Drittel des Landes betroffen war. Die Zahl der bekannten Todesopfer liegt bereits bei über tausend, und auch die materiellen Schäden sind enorm: Häuser, Infrastruktur und Anbauflächen wurden massiv zerstört.

Viele Menschen waren gezwungen zu fliehen und leiden nun Mangel an Unterkunft, Nahrungsmitteln und Trinkwasser. Das Risiko, sich mit durch Wasser übertragenen Krankheiten anzustecken, die leicht weitere Opfer fordern können, steigt täglich. Zu denjenigen, die den Opfern helfen, gehört unser Projektpartner im Cleft-Pakistan-Projekt, die Al Mustafa Welfare Society, eine große pakistanische Wohltätigkeitsorganisation. Sie versorgen die Bedürftigen mit gekochten Mahlzeiten und medizinischer Versorgung. Das Video weiter unten wurde von ihnen gedreht und gibt einen Eindruck vom Ausmaß der Katastrophe.

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“Die Situation vor Ort ist noch viel schlimmer als das, was man in den Medien sieht. Es gibt viele Gebiete, die nicht über Straßen zu erreichen sind. Es werden Boote benötigt, und die sind rar. Die Rolle der Regierung ist sehr minimal. Die gesamte Hilfsarbeit wird von Nichtregierungsorganisationen (NROs) geleistet. Die Hilfsorganisationen stellen Rohkost wie Mehl, Reis, Zucker und Speiseöl zur Verfügung, aber die von der Flut betroffenen Menschen haben keine Möglichkeit zu kochen. Sie brauchen Fertiggerichte wie Datteln, Kekse, Chips, Linsen usw.

Wir hatten für den 9. und 10. September ein Cleft-Camp in Khairpur geplant, das wir jedoch absagen mussten. Glücklicherweise ist unsere Basis Karachi vor Überschwemmungen sicher. Da Karachi die größte Stadt und das industrielle Zentrum Pakistans ist, sind auch die Spenden aus der Stadt enorm. Viele NROs sind aktiv und leisten gute Arbeit.

Hoffen wir, dass sich die Lage in den kommenden Tagen beruhigt.”

– Dr. Muhammad Ashraf Ganatra, Projektleiter und Chefchirurg Cleft Pakistan


Ein Video der Fluten von unserer Cleft Pakistan-Partnerorganisation Al Mustafa Welfare Society
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Hoffen auf Besserung

Die Deutsche Cleft Kinderhilfe e.V. ist tief betroffen von dieser schrecklichen Katastrophe, die unsere Freunde und Partner in Pakistan und ihre Landsleute getroffen hat. Wir hoffen, dass sich das Wetter schnell bessert und ausreichend internationale und nationale Hilfe zur Verfügung gestellt wird, damit sich die Menschen in Pakistan erholen und schnell mit der Beseitigung der Verwüstungen und dem Wiederaufbau ihrer Lebensgrundlagen fortfahren können.

Filme
07.08.2020/
Impressionen aus Bolivien
Die Eltern unserer Spaltkinder sind immer wieder voller Dankbarkeit. Oft wissen sie erst einmal gar nicht, was es mit der Fehlbildung auf sich hat und dass diese behandelt werden kann. Und selbst wenn - die meisten unserer kleinen Patienten stammen aus ärmsten Verhältnissen. Die Eltern könnten sich die Operation niemals leisten. Dass ihre Kinder qualifiziert behandelt werden, und das sogar kostenlos, ist für sie unvorstellbares Glück. Der rührende Film unseres bolivianischen Hilfsprojekts fängt diese besonderen Glücksmomente ein.
17.07.2020/
Film: Impressionen aus Pakistan
Dieser Film, für unsere pakistanische Partnerorganisation, die Al-Mustafa Welfare Society, vom Vater eines Patienten produziert, gibt authentische Einblicke in das Leben in Karatschi, der Hauptstadt der Provinz Sindh. Von dort aus behandelt unser leitender Chirurg Prof. Ashraf Ganatra Spaltkinder aus ärmsten Familien. Er operiert die Kinder in Karatschi im Al Mustafa Medical Center. Um auch die vielen Familien außerhalb der Stadt zu erreichen, führt er regelmäßig Operationseinsätze in lokalen Provinzkrankenhäusern statt.
02.03.2020/
Safari-Chirurgie versus nachhaltige Entwicklungshilfe
Als Baby wurde Dat Opfer eines unkontrollierten Operationseinsatzes. Vermutlich unerfahrene Ärzte durchtrennten bei der Gaumen-OP in Vietnam beide Arterien. Die Folge: Ein "großes" Loch im Gaumen, dass das Leben des Jungen massiv beeinträchtigt. Um Dat zu helfen, wurde er in Deutschland operiert. Ein Einzelfall, der die Ausnahme bleiben muss, und mit dem wir auf die Risiken von Safari-Chirurgie in Gegensatz zu nachhaltiger Entwicklungshilfe aufmerksam machen wollen.